Neuer Glücksbringer in neuer Klasse
Neuer Glücksbringer in neuer Klasse
Huskies Ladies starten morgen mit Heimspiel in die erste Landesliga-Saison
Von Maxim Bezhelev (HNA)
Kassel – Ein neues Kapitel beginnt am Sonntag für die Kassel Huskies Ladies: Erstmals in der Vereinsgeschichte treten die Eishockeyspielerinnen in der Landesliga an. Zum morgigen Saisonauftakt um 17.30 Uhr wollen sie in der Probonio Arena gegen die Tornado Women aus Luxemburg direkt den ersten Heimsieg feiern. Gemeinsam mit Felizia Katzer, Koordinatorin der Huskies-Frauen der Abteilung der EJK, blicken wir in Zahlen auf einen neuen Glücksbringer, die neue Liga und die lang ersehnte Saisoneröffnung.
6 Buchstaben hat der Name eines ganz besonderen Neuzugangs, der am Sonntag bei der Saisoneröffnung erstmals zu sehen sein wird. Mit „Liesel“ haben die Huskies Ladies seit dieser Saison ein eigenes Maskottchen. Den Namen der Huskydame durften die Fans auswählen und er erinnert an „Oma“ Liesel Burk, eine treue Anhängerin der Huskies, die den Verein 30 Jahre lang unterstützte. „Sie hatte als einzige Frau Zutritt zur Männerkabine und backte den Jungs immer einen Kuchen“, erinnert sich Katzer. Mit dem Maskottchen soll zudem ein weiteres Zeichen für die Sichtbarkeit des Frauen-Eishockeys gesetzt werden.
58 Spielerinnen haben die zwei Mannschaften der EJK aktuell in ihren Reihen. Neben den Neuzugängen Sophie Stein und Emily Pfortner würden sich gerne noch weitere Spielerinnen anschließen. Die Nachfrage ist groß – und ein Zeichen dafür, dass sich das Frauen-Eishockey in Kassel in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat. Das ist auch abseits des Eises spürbar: „Seit der Namensänderung vor zwei Jahren gewinnen wir beispielsweise mehr Unterstützer und Sponsoren“, sagt Katzer. Zudem rücken inzwischen immer mehr Spielerinnen aus der eigenen Jugend in die Kasseler Mannschaften auf.
70 Meter hoch ist das Herkules-Monument, unter dem sich die Huskies Ladies mit einem intensiven Trainingsprogramm auf ihre erste Landesliga-Saison vorbereitet haben. Nach der Aufstiegsfeier, die laut Katzer bei einigen bis tief in die Nacht dauerte, stand seit Mitte September wieder die sportliche Vorbereitung im Mittelpunkt. Neben Fitnesseinheiten gehörte dazu auch eine Leistungsdiagnostik. Eiszeiten waren allerdings rar, weshalb die Mannschaft kein Testspiel absolvieren konnte.
410 Kilometer benötigen die Tornado Women, um über die Straßen aus dem Großherzogtum Luxemburg bis nach Nordhessen zu reisen. Mit den langen Strecken kennen sich die Gäste bereits aus. Für das erste Spiel mussten sie nach Darmstadt zum ebenfalls aufgestiegenen ESC reisen, wo sie das Hinspiel verloren und das Rückspiel gewonnen haben. „Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel“, erklärt die Koordinatorin, die auch über die Liga sagt: „Im Vergleich zur Bezirksliga ist hier das Tempo höher. Wir planen, uns in der Liga langfristig zu etablieren und in unserer ersten Saison einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu erreichen.“
500 Zuschauer erwartet Katzer für die Saisoneröffnung in der Probonio Arena. Schon beim letztjährigen Auftakt in die Spielzeit waren es so viele. „Die Mädels freuen sich schon auf eine große Kulisse und auf den Heimvorteil“, sagt Katzer. Der Eintritt ist frei, damit möglichst viele Fans die Huskies Ladies beim Start in ihr Landesliga-Abenteuer unterstützen können.
Quelle: Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA), 24.10.2026, Seite 29, Lokalsport
Autor: Maxim Bezhelev
Bildnachweise: Dieter Schachtschneider; Kassel Huskies/NH
